Rund vier Jahrzehnte die internationale Mode begleitend, hat F.C. Gundlach mit seinem Werk selbst ein Stück Modegeschichte geschrieben.
Sein Berufsleben lang verstand er sich als verlässlicher Dienstleister, der die Grenzen des Editorial als Herausforderung für gleichermaßen intelligente wie sinnliche, der Sache der Mode dienende wie ästhetisch ausgefeilte Lösungen begriff. Seine Bildsprache ist ebenso ideenreich wie streng, dabei stets am Wesen einer neuen Mode interessiert. Wobei „Mode“ nicht allein die Kleidermode meint, sondern auch Posen und Gesten, Requisiten und Locations, Schönheitsideale und die Professionalisierung der Rolle des Fotomodells.
In F.C. Gundlachs Œuvre spiegelt sich der Wandel der Mode von der Haute Couture bis zum Prêt-à-Porter, von der hohen Berliner Schneiderkunst bis zum Unisex unserer Tage. Sein Werk berührt ästhetische, aber auch soziale und kulturelle Fragen sowie Fragen der medialen Vermittlung von Mode und Schönheitsidealen.